Europa-Haus Marienberg

Entwicklungszusammenarbeit aus unserer Sicht

Schülerzeitungsseminar für Schüler im Alter von 12 bis 15 Jahren


Schenke eine Ziege
Redaktion Spunk, Doreen Noll


„Schenke eine Ziege“ ist eine Organisation, die Menschen in Uganda hilft. Sie wurde 2006 von Vanessa Velte und Robert Wunderlich in Deutschland gegründet. Ihr Ziel ist es, Lebensbe-
dingungen für die Bevölkerung in Uganda zu verbessern, indem sie ausgewählten, bedürftigen Familien eine Ziege schenkt. Mit der Milch der Ziege kann sich die Familie, insbesondere die Kinder etwas besser ernähren und wenn eine Ziege einmal zu alt ist, können sie das Fleisch der Ziege auch verwenden. Somit wird nachhaltig dem lebensgefährlichen Eiweißmangel vorgebeugt, das Einkommen der Familien gesichert und ein Lebensstandard garantiert.
Bisher haben die Organisatoren schon 27,2ha Land gekauft, um Ziegenfarmen aufzubauen.




Das Auswahlverfahren:
Damit eine Familie eine Ziege bekommt, muss sie regelmäßig Schulungen und Workshops besuchen. Dort lernen sie die Tierhaltung und Landwirtschaft, aber auch Hygiene, Ernährung und Aids-Prävention. Durch freiwillige Mitarbeiter wird dies auf Englisch an ca. 150 Familien (1200 Menschen) vermittelt. Nach einem Jahr (52 Schulungen) wird die Ziege ausgehändigt. Und nach zwei Jahren muss ein Zicklein von der Familie an die Farm zurückgegeben werden, um den Fortbestand des Projektes zu gewährleisten. Weitere Projekte: Wenn keine Ziegen gebraucht werden, geht das Geld auf ein Konto, mit dem eine Sekundarschule gebaut wird, in der Kinder und Jugendliche einen Schulabschluss machen und einen Beruf lernen können.




So spendest du:
Spenden kann man direkt online auf „Schenke-eine-Ziege.de“
*eine Ziege kostet 25€
*ein Ziegenpärchen 50€
*eine Ziegenfamilie 100€

 




In einem Schülerzeitungsseminar im Europa-Haus in Bad Marienberg begegneten wir einer jungen Frau, die über ein Jahr in Ruanda gearbeitet hatte und solche Projekte kannte. Daher führte ich mit ihr ein Interview:

1) Kennen Sie das Projekt?
Ja, ein guter Freund von mir hat dort freiwillig mitgearbeitet.

 2) Wissen Sie, wie er es erlebt hat und wie finden Sie es?
Er fand es total gut da. Er hatte sehr viel Spaß dabei. Ich finde dieses Projekt sehr interessant!

3) Was hat er dort gemacht?
Er hat die Ziegen gefüttert und war dabei, wenn Familien eine Ziege anvertraut wurde.

4) Halten Sie das Projekt für praktikabel?
Auf jeden Fall, man kann vielen Menschen helfen.

5) Wie finden Sie die Entwicklung des Projektes?
Ich finde es gut, da es sich zum Guten entwickelt.

6) Lässt es sich auf andere Länder übertragen?
Ja, ich finde, dass man das Projekt auch in andere Länder übertragen kann. Aber die Tiere müssen zu den Ländern und der Umgebung passen. Zum Beispiel: Uganda ---> Ziegen; Mali ---> Esel

7) Wie könnte der Bekanntheitsgrad des Projektes gesteigert werden?
Man könnte vielleicht Vorträge halten und mehr Werbung machen.

8) Kennen Sie vergleichbare Projekte?
Ja, aber auch nur mit einer Ziege in Ruanda :)

Anmerkung von Frau Grundmann:
Meiner Meinung nach sollte man das Projekt im Auge behalten. Ich finde es gut, dass die Organisation die Ziegen nur an geschulte Familien weitergibt, da sie sonst vielleicht mit der Ziege nicht richtig umgehen oder Krankheiten nicht erkennen und sich vielleicht sogar selbst anstecken.

Frau Grundmann, vielen Dank für dieses Gespräch.